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Im November 2020 habe ich mein gesamtes Sony-, Nikon- und Pentax-Equipment in Zahlung gegeben für den Erwerb zweier Leicas: Einer 'Q' und einer 'SL'. Logischer Schritt? Rationale Entscheidung? Auf jeden Fall ein gutes Gefühl und eine spürbare Reduktion und Konzentration auf das (für mich) Wesentliche. 

Dass sich auch die Ergebnisse sehen lassen können, möchte ich auf dieser Website zeigen. Hier finden sich ausschließlich Fotos, die mit den zwei Kameras und meinen beiden Leica-Objektiven aufgenommen wurden: dem Summilux 1.7/28mm und dem 50 mm APO-Summicron-SL 1:2 ASPH. Überhaupt scheint mir, dass es, wenn überhaupt, die Objektive sind, die den Fotos den 'Leica-Look' verleihen, von dem so oft die Rede ist. Aber egal, ob es sich dabei um Einbildung, Wunschdenken oder Realität handelt: Die Qualität der Objektive ist unbestreitbar.

 

Die Objektive:

 

Das Leica Summilux 1.7/28mm, in der 'Q' fest verbaut, bietet den idealen lichtstarken Weitwinkel für meine Architektur- und Street-Fotografie. Die Farben und Kontraste sind Leica-typisch und die Bildschärfe ist phantastisch. 

Ein 28mm-Objektiv ist laut Sergei Eisenstein "das einzige Objektiv, mit dem man technisch auf ein und demselben Bild sowohl die übertrieben großen Details des Vordergrundes als auch den Hintergrundkomplex mit außerordentlicher Wirksamkeit in gleicher Deutlichkeit vermitteln kann, wobei Vorder- wie Hintergrund im Schärfebereich behalten werden.“

 

Das Leica 50 mm APO-Summicron-SL 1:2 ASPH gilt als eines der besten Objektive, das Leica je gebaut hat. Phantastische Schärfe, verzeichnungsfrei, überragende Mikrokontraste im fokussierten Bereich, die die Leica-typische 3-Dimensionalität erzeugen.
50 mm Objektive gelten als "Normalobjektive" weil sie die Größenverhältnisse von Objekten im Vorder- und im Hintergrund des Bildes in etwa in der Weise abbilden, wie sie das menschliche Auge wahrnimmt (und nicht, weil sich die Brennweite von 50 mm, wie vielfach behauptet, 'in Übereinstimmung mit dem menschlichen Blickfeld' befindet; denn tatsächlich ist der Bereich, den wir visuell wahrnehmen, mit fast 180 Grad wesentlich weiter als die circa 45 Grad des 50 mm Objektivs am Kleinbild-Vollformat-Sensor).

Hans Werner Müller

Berlin

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