Ehemalige Zentrale des
'MINISTERIUMS FÜR STAATSSICHERHEIT'

(MfS, 'Stasi') der DDR

(Heute Stasi-Museum)

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges errichteten deutsche Kommunisten in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) von Deutschland ein diktatorisches Herrschaftssystem. Kern des Herrschaftsapparates war das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), das schließlich, gemessen an der Bevölkerungszahl, zum größten geheimpolizeilichen Apparat in der Geschichte der Menschheit wurde. Das MfS stand außerhalb der Gerichtsbarkeit, unterhielt eigene Gefängnisse, vollstreckte Todesurteile, verhaftete willkürlich. Es ist erwiesen, dass das MfS am internationalem Links-Terrorismus beteiligt war und auch bundesdeutschen Rechtsextremisten zur Flucht in die DDR verhalf.

 

Das Haus 1 des MfS in der Normannenstraße in Berlin-Lichtenberg entstand in den Jahren 1960/61 als Dienstsitz Erich Mielkes, der von 1957 bis zum Ende der DDR Minister für Staatssicherheit war. Am 15. Januar 1990 nahmen Demonstranten die Stasi-Zentrale in Besitz.

Die Räume in der 'Etage des Ministers' wurden nach den Bedürfnissen Erich Mielkes geplant. Seit der Fertigstellung 1961 blieb die Einrichtung der Büros weitgehend unverändert. Auch während der Inbesitznahme des MfS-Gebäudekomplexes durch Demonstranten am 15. Januar 1990 blieb dieser Bereich überwiegend unangetastet.