DÖMITZ AN DER ELBE

Dömitz an der Elbe am westlichen Zipfel der ehemaligen DDR liegt heute inmitten der idyllischen Landschaft des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Mecklenburg-Vorpommern.

Bereits aus dem Jahr 1235 gibt es Belege für eine westlich des Ortes auf einer Elbinsel gelegene Burg. Ihre kreisrunde Anlage lässt vermuten, dass hier schon eine Befestigung aus slawischer Zeit vorhanden war. 1237 gab es eine Elbzollstelle des Grafen von Dannenberg. 1554 bis 1565 wurde die ehemalige Burg unter Herzog Johann Albrecht I. zur Festung ausgebaut, die noch heute erhalten ist. 1870 bis 1872 wurde im Zuge des Eisenbahnbaus zwischen Wittenberge und Lüneburg eine Elbbrücke errichtet. Um 1900 hatte sich der Hafen zu einem der wichtigsten Umschlagplätze an der Elbe zwischen Hamburg und Magdeburg entwickelt. 

Gegen Kriegsende 1945 war die Stadt und ihre Umgebung mit Flüchtlingen und mit Wehrmachtsoldaten überfüllt, die über die Elbe nach Westen wollten. Am 20. April 1945 zerstörten amerikanische Jagdbomber die Straßen- und die Eisenbahnbrücke. Vom 22. April bis 1. Mai wurde Dömitz dann von US-Artillerie beschossen. Am 2. Mai erfolgte die Übergabe der Stadt an die US-Armee, die schon tags darauf größtenteils durch die Rote Armee abgelöst wurde.

Während der Zeit der DDR litt Dömitz unter seiner isolierten Lage im Sperrgebiet unmittelbar an der innerdeutschen Grenze. Nach dem Ende der DDR wurde eine neue Straßenbrücke über die Elbe errichtet und ab 1991 der historische Stadtkern und die Festung im Rahmen der Städtebauförderung grundlegend saniert.

Fotografiert habe ich in Dömitz 2019.